Archivbeitrag
aus "Beyond Unseen Boundaries, 1968
Es gibt Wissenschaftler, welche die Existenz von "Lücken im Raum" nicht
anzweifeln. Diese Lücken könne man als "sich zeitweise öffnende Tore
in andere Dimensionen" bezeichnen, in denen unsere gewohnten Begriffe
von Länge, Raum und Zeit keine Bedeutung mehr hätten. Viele Forscher
haben ernsthaft die Theorie aufgestellt, das von den Tausenden Menschen, die
alljährlich verschwinden, einige in solche " Raumlücken" gesackt sein könnten...
Betrachten wir einmal den ominösen Rekord an spurlos verschwundenen Flugzeugen,
Schiffen, Such-kommandos usw. in der Region des Bermuda-Dreiecks, dann erfahren
wir, daß dort in den letzten 50 Jahren 30 Flugzeuge und mehr als 1000 Menschen
spurlos verschwunden sind. Das geht bereits über die Grenzen des Unfaßbaren
hinaus...
Das erste dramatische Massenverschwinden dieser Art geschah am Nachmittag
des 5. Dezember 1945, als fünf schwere Flugmaschinen, nämlich Torpedo-Bomber,
ihren Standort Fort Lauderdale in Florida verließen, um einen Übungsflug zu
unternehmen. Sämtliche Besatzungsmitglieder waren er-fahrene und zuverlässige
Flieger und hatten den gleichen Flug schon häufig absolviert. Plötzlich kam
durch den Flughafen-Empfänger von Fort Lauderdale eine dringende Botschaft.
"Ich weiß nicht, wo wir sind", meldete der hartgesottene Staffelkommandant
ängstlich. Die Männer im Kontrollturm warfen sich ungläubige Blicke zu. Wie
konnte nur ein erfahrener Flugkapitän auf vertrauter Übungsstrecke so verwirrt
werden ? Und war es denkbar, daß alle fünf Navigatoren dieses alltäglichen
Fluges auch ihren Orien-tierung verloren haben sollten ?
"Bin nicht sicher, wo wir sind", wiederholte der Kommandant. Seine Stimme
verriet Panik. "Alles ist anders, alles ist seltsam... sehr seltsam – und
ungewöhnlich! Selbst der Ozean sieht anders aus als sonst."
Vom Kontrollturm aus wurde der Kommandeur um eine Erklärung für seine Verwirrung
ersucht. "Alles ist anders", wiederholte der Offizier noch einmal, danach
herrschte Schweigen. Unmittelbar nach Abbre-chen der Funkverbindung mit den
fünf Bombern schickte der Kontrollturm ein Martin-Flugboot mit dreizehn Mann
an Bord und vollständiger Rettungsausrüstung in die Luft. Fünf Minuten später
riss auch der Kontakt mit diesem Flugboot in Fort Lauderdale ab. In den nächsten
Tagen suchten 21 Schiffe und mehr als 300 Flugzeuge die See nach den fünf
Bombern und dem Rettungsflugzeug ab.
Die vereinten Anstrengungen dieser riesigen Rettungsarmee brachten keinen
Fetzen Kleidung, kein Wrackteilchen, einfach gar nichts zutage. In dem höchst
unwahrscheinlichen Fall, daß fünf Bomber gleichzeitig auf einem harmlosen
Übungsflug abgestürzt wären, hätten sich wenigstens einige Besatzungsmitglieder
durch die Rettungsschächte befreit. Oder wenn, um die Unwahrscheinlichkeit
voll zu machen, alle Mitglieder aller fünf Bomber beim Aufprall auf das Meer
getötet worden wären, müßten unbedingt einige Trümmer an der Wasseroberfläche
schwimmen, und auch fünf sehr große Ölstellen wären durch die Suchmannschaft
leicht entdeckt worden.
Und was geschah mit dem Martin-Flugboot?
Es konnte auf See Ianden, besaß vollständige Funkausrüstung und eine Mannschaft
von erfahrenen Fliegern und Rettungsleuten. Doch nachdem das Flugboot das
Gebiet erreicht hatte, in dem die Funkverbindung mit den Bombern so unvermiitelt
abgerissen war, riss auch die Funkverbindung mit dem Flugboot ab, und zwar
ohne die geringste atmosphärische Störung. Selbst wenn, was hier sowieso unmöglich
war, feindliche Flugzeuge hinter den Wolken gelauert und alle fünf Bomber
so wie das Flugboot so perfekt abgeschossen haben würden, daß niemand mehr
eine Nachricht darüber funken konnte, wo blieben die Wracks oder irgend welche
Spuren...? Die offizielle Eintragung der Luftwaffe über diesen Vorfall lautet
deshalb auch lakonisch: "Wir können nicht einmal vermuten, was hier geschehen
sein mag."
Doch blieb dieser Fall nicht der einzige.
In der Nacht des 29. Januar 1948 um 22.30 Uhr funkte der "Star-Tiger", ein
mächtiges viermotoriges britisches Flugzeug, daß es sich 400 Meilen vor den
Bermudas auf der Route nach Kingston befinde. Der "Star Tiger" hatte sechsundzwanzig
Passagiere mit Besatzung an Bord. Der Kapitän funkte, der Himmel sei klar
und die Maschinen arbeiteten einwandfrei. Dieser Funkspruch des "Star Tiger"
war der letzte. Luft- und Seerettungsmannschaften fanden später nicht
die geringste Spur dafür, daß der "Star Tiger" jemals existierte. Wiederum
fehlte auch völlig der charakteristische Öl-See, der sonst Kunde von einem
fatalen Absturz ins Meer gibt.
Fast genau ein Jahr später, am 17. Januar 1949, funkte um 7.45 Uhr das Schwester-Flugzeug
des "Star Tiger", der "Ariel", von seiner Überquerung der gleichen Route
nach Kingston, Jamaica. Vierzig Minuten später schwieg die "Ariel" für immer.
Wiederum wurde auch durch ausgedehnte Suche nicht die gering-ste Spur von
dem großer Flugzeug, seinen Passagieren und seiner Mannschaft gefunden. Auch
deren Schicksal blieb also unaufgeklärt.
An einem klaren Tag, am 28.August 1963, funkten zwei KC-135-Stratosphären-Düsentanker
um Mitter-nacht an ihren Heimatflughafen in Homestead, Miami, Florida, ihre
Positionen und die Mitteilung, daß alles in Ordnung sei. Wenige Sekunden später
waren auch diese beiden großen Flugtanker spurlos verschwunden...
Gerieten alle diese Flugzeuge mit ihren Passagieren und Besatzungen in eine
" Raumlücke" und ver-schwanden in einer anderen Dimension? Oder schossen riesige
UFO's auf sie herab und trugen Flugzeuge samt Passagiere davon? Obwohl solche
Zwischenfälle von durch UFO's " gekidnappter" Flugzeuge berichtet und sogar
auf Radarschirmen beobachtet wurden, scheint es naheliegender, unsichtbare
Tore zu anderen Dimensionen für die hier berichteten Fälle besonders mysteriösen
Ver-schwindens verantwortlich zu machen.
Erinnern wir uns an die von Panik zeugende Stimme des einen Flugkapitäns:
"Selbst der Ozean sieht anders aus als sonst. Alles ist anders!" Ofiziell
billigt die Luftwaffe dieser besonderen Theorie nicht viel Glaubwürdigkeit
zu, konnte aber auch niemals eine bessere Erklärung geben. Um es noch einmal
zu betonen; keine der Rettungsmannschaften hat jemals die aller geringste
Spur von den auf so seltsame Art verschwundenen modernen Flugzeugen und nahezu
tausend Menschen entdeckt...